
Wael Hallaq und Ovamir Anjum
Von der Kritik des Orientalismus zur Ethik des neuen Menschen
Wissen · Macht · Ethik · Erneuerung
Herausgegeben und übersetzt von
Yusuf Kuhn & Daniel Rudolf
Studien zur Kritik der Philosophie im islamischen Denken
Band 6
Seitenanzahl: 344
ISBN Taschenbuch: 978-3-384-82763-0
ISBN Hardcover: 978-3-384-82764-7
ISBN e-Book: 978-3-384-82765-4
Erscheinungsdatum: In Vorbereitung für Sommer 2026
Erhältlich als Paperback, Hardcover und e-Book (epub) bei tredition und im Buchhandel
Der Orientalismus ist ein Mikrokosmos in der makrokosmischen Struktur der Moderne und für die Moderne und das moderne Subjekt sind der Kolonialismus und der Genozid in all seinen Formen geradezu erforderlich und jene ohne diese nicht aufrechtzuerhalten.
Wael Hallaq, Restating Orientalism
Ich behaupte also, dass Widerstand und Weigerung nicht ausreichen, um das neue Konzept des Menschen zu entwickeln. Was stattdessen benötigt wird, ist ein neuer Habitus und, genauer gesagt, eine neue Form der Verkörperung und ethischen Kultivierung, die weder der Liebe zur Macht und Beherrschung noch der bloßen Kognition dieser Formen der Souveränität selbst Raum lässt.
Wael Hallaq, Reforming Modernity
Die Ursachen für den misslichen Zustand liegen in der Zerstörung der indigenen Scharia-Kultur, Habitus, Traditionen, Institutionen und Wissensformen, und ihre kolonialistischen Ersetzungen waren eine vorherrschende Exekutive und eine verkümmerte Legislative. Ein richtiges Verständnis der islamischen konstitutionellen Geschichte kann Aufschluss darüber geben, wie wir beginnen können, über Lösungen nachzudenken und sie zum Ausdruck zu bringen.
Wael Hallaq, Radical Separation of Powers
Wael B. Hallaq ist ein palästinensischer Intellektueller, der 1955 in Nazareth geboren wurde. Zurzeit ist er Professor der Geisteswissenschaften am Institut für Mittelost-, Südasien- und Afrikastudien der Columbia University in New York (Avalon Foundation Professor in the Humanities am Department of Middle Eastern, South Asian, and African Studies). Seine langjährigen Forschungsarbeiten und zahlreichen Werke haben ihn zu einem äußerst renommierten und führenden Wissenschaftler und Gelehrten auf den Gebieten der Geschichte der Islamischen Rechtstheorie (usūl al-fiqh) und des Islamischen Rechts (fiqh) wie auch der islamischen Geistesgeschichte werden lassen.
Ovamir Anjum ist der Inhaber des Imam-Khattab-Stiftungslehrstuhls für Islamische Studien am Fachbereich für Philosophie und Religionswissenschaften an der University of Toledo. Im Fokus seiner Arbeit stehen die Verflechtungen zwischen Theologie, Ethik, Politik und Recht im klassischen Islam sowie, mit komparativem Blick, in der westlichen Ideengeschichte. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Forschung liegt dabei auf der Frage nach der Rolle der Vernunft in den verschiedenen Bereichen des islamischen Denkens.
INHALT
Vorwort der Herausgeber
Teil 1: Vom Orientalismus zum neuen Menschen: Wissen, Ethik und Erneuerung
1 Über Orientalismus, die Verbindung von Wissen und Macht und die scharīʿa als moralisches Zentralgebiet
2 Umgestaltung des Orientalismus
3 Eine kritische Betrachtung des Denkens von ʿAbd ar-Rahmān Taha
4 Der neue Mensch
Teil 2: Islamischer Konstitutionalismus
5 Radikale Trennung der Gewalten - Eine Geschichte des islamischen Konstitutionalismus
Anhang
Übersetzte Inhaltsverzeichnisse der jüngsten Werke von Wael Hallaq
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Textnachweise
Über die Autoren